Archivierter Artikel vom 14.05.2021, 16:22 Uhr

Über die günstige Abluftanlage

Im Herbst 2020 hat das Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz die Ausbreitung von Aerosolen im Raum untersucht. Dabei entwickelten die Forscher – allen voran Frank Helleis, der das Konzept entwickelt hat – nach ihren Angaben eine einfache und kostengünstige Anlage, die Aerosole am Ort ihres Entstehens abgesaugt. Und das geht so: Über einen Schirm, der mit einem Rohr verbunden ist, wird die Luft zu einem zentralen Rohr und von dort durch ein gekipptes Fenster nach außen geleitet.

Ein Ventilator am Ende des Rohrs sorgt dafür, dass die Luft aktiv nach außen transportiert wird. Das Ergebnis: Das Abluftsystem entfernt mehr als 90 Prozent der Aerosole. Mittlerweile sind die sogenannten Low-Cost-Abluftanlagen in vielen Klassenzimmern bundesweit installiert. In Rheinland-Pfalz ist das System unter anderem bereits in Mainz (an die 400 Klassenzimmer), Pirmasens (an die 500), den Verbandsgemeinden Langenlonsheim-Stromberg, Rüdesheim und Simmern-Rheinböllen im Einsatz. Pilotprojekt ist vor Kurzem an der Dr.-Kurt-Schöllhammer-Schule) gestartet. mok