Thorsten Hehl: Geordnetes Recht schaffen

Ehrenamtlich tätigen Menschen ist es zu verdanken, dass die Aufnahme von Hunderttausenden Geflüchteten überhaupt gelingen konnte. Dafür möchte ich meinen tief empfundenen Respekt und Dank ausdrücken.

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Es dauert noch immer zu lange, bis es in den Asylverfahren zu Entscheidungen kommt. Wir wollen ein geordnetes Einwanderungsrecht schaffen, das nach Möglichkeit in einem Einwanderungsgesetzbuch zusammengefasst wird. Dabei muss zwischen individuell politisch Verfolgten, Kriegsflüchtlingen und dauerhaften Einwanderern unterschieden werden. Das Grundrecht auf Asyl für individuell politisch Verfolgte ist für uns unantastbar. Für Kriegsflüchtlinge wollen wir einen eigenen Status schaffen, einen humanitären Schutz. Nach Identitätsfeststellung soll der Status unkompliziert verliehen werden. Kriegsflüchtlinge sollen nach Beendigung des Krieges in der Regel in ihr Heimatland zurückkehren. Dauerhafte Einwanderer wollen wir uns wie jedes andere Einwanderungsland selbst aussuchen. Deutschland ist auf die Einwanderung von qualifizierten und fleißigen Menschen angewiesen, wenn wir unseren Wohlstand auch zukünftig erhalten wollen.

Archivierter Artikel vom 15.09.2017, 09:47 Uhr