Thomas Torkler zum fehlerhaften Testhinweis des Landes

Die Finger von der Internetseite des Landes lassen

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Ob die Anzahl der Teststationen im Rhein-Hunsrück-Kreis und im Land ausreicht, müssen andere beurteilen. Wir reden hier nicht vom Impfen, wohlgemerkt. Lange Warteschlangen gibt es nämlich an den Impfstationen wie beim Testen. Doch wenn man sich den Satz auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums, der als Link angelegt ist, auf der Zunge zergehen lässt und überprüft, was hier versprochen wird, schwindet auch das letzte vielleicht noch vorhandene Vertrauen in die Politik und ihre Fähigkeit, mit der Corona-Pandemie umzugehen. Da geistert eine derart mit Fehlern gespickte Service-Seite über Wochen und Monate durchs Netz und wirbt auch noch mit wohlformulierten Worten: „Eine Teststelle in Ihrer Nähe finden Sie in der aktuellen Übersicht hier – jetzt mit vereinfachter Suchfunktion und kartografischer Darstellung!“, heißt es da. Da hat man den scheidenden Gesundheitsminister Jens Spahn doch förmlich vor Augen, wie er Souveränität heuchelt, die nicht vorhanden ist.

Nein, diese Seite ist nicht auf Spahns Mist gewachsen, aber irgendwer in Mainz hat sie zu verantworten. Lassen Sie bitte die Finger davon! Egal wo sie erstellt wurde: Dass diese Internetseite nach Wochen und Monaten mit all ihren Fehlern immer noch nicht vom Netz genommen wurde, ist ein Skandal – und der Werbesatz (siehe oben) eine Frechheit, ja eine Missachtung der Bürger. Es gibt Passagen auf der Seite, die stimmen, aber eben auch haarsträubende Fehler. Dabei wird neben dem Impfen das Testen immer wichtiger, so wichtig, dass ein Gesundheitsministerium eine solche Seite schleunigst vom Netz nehmen oder aktualisieren sollte.

Archivierter Artikel vom 25.11.2021, 17:43 Uhr