Archivierter Artikel vom 02.11.2020, 15:02 Uhr

Stellvertretender Amtsleiter: Datenschutz erschwert die Transparenz von Maßnahmen

Ludwig Prinz, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamtes Mayen-Koblenz, weiß, dass nicht alle eingeleiteten Maßnahmen von besorgten Eltern und Lehrkräften oder Erziehern verstanden werden, was die Lage in Kitas und Schulen betrifft. Dies hängt auch mit Persönlichkeitsrechten zusammen. Prinz sagt: „Wir versuchen, so früh wie möglich so viel wie möglich zu kommunizieren.“ Dabei sei sein Team sowohl an den Datenschutz als auch an die ärztliche Schweigepflicht gebunden.

„Jede Situation ist anders und muss einzeln bewertet werden.“ Das reicht vom Verdachtsfall eines Geschwisterkindes bis hin zum verspätet eingetroffenen Testergebnis eines Kindes, das noch einige Tage mit Symptomen in der Schule war. „Ich bin mir sicher, dass sich manche Aufregung schnell legen würde, wenn wir unsere Entscheidungsgrundlagen offenlegen könnten“, erklärt Prinz. Das aber dürfe sein Team eben nicht immer transparent darstellen. Er wirbt dafür, dass die Menschen in die jeweiligen Maßnahmen vertrauen. kst