Archivierter Artikel vom 24.07.2020, 08:33 Uhr

Staatsanwaltschaft durchsucht Büros am Hahn

Der Hiobsbotschaft mit der drohenden Kündigung der Ryanair-Basis folgt die nächste: Die Flughafen-Frankfurt-Hahn GmbH (FFHG) hat Besuch von der Staatsanwaltschaft Koblenz und der Steuerfahndung Trier bekommen. Auf Nachfrage bestätigte Oberstaatsanwalt Rolf Wissen: „Die Staatsanwaltschaft Koblenz führt ein Ermittlungsverfahren gegen zwei Verantwortliche von sechs am Flughafen Hahn tätigen Gesellschaften. In diesem Verfahren fanden heute auch Durchsuchungen statt.“ Zu den Tatvorwürfen im Einzelnen dürfe er sich nicht äußern.

Die Durchsuchungen fanden, wie unsere Zeitung erfuhr, im Verwaltungsgebäude der Flughafen-Frankfurt-Hahn GmbH statt. Der chinesische Mischkonzern HNA hat die Mehrheitsanteile des Flughafens Hahn 2017 von Rheinland-Pfalz übernommen. Der Verkaufsvertrag sah vor, dass das Land bis 2024 Beihilfen für Investitionen und Betriebskosten sowie Sicherheitskosten bezahlt. Mehrere Tochterunternehmen von HNA haben nach der Übernahme durch die Chinesen Dienstleistungen übernommen, die zuvor von privaten Unternehmen versehen wurden. FFHG und HNA Airport haben beide ihre Firmenschilder am Gebäude, in dem die Durchsuchungen stattfanden. tor