Archivierter Artikel vom 22.03.2019, 16:26 Uhr

Sozialdatenreport zeigt Notwendigkeit im Bereich des Kinderschutzes auf

Das Jugendamt hat anhand der Daten der vergangenen fünf Jahre einen Sozialdatenreport der Verbandsgemeinde (VG) Kirchberg erstellt und diesen ausgewertet.

In diesem Zeitraum ist die Zahl der Alleinerziehenden von 3 auf 22 Prozent gestiegen. Die Behörde rechnet damit, dass in absehbarer Zeit ein Viertel der Familien zu sogenannten Ein-Eltern-Familien werden. Im Jahr 2017 wurden in 121 Fällen ambulante Erziehungshilfen durchgeführt. Zudem gab es im selben Jahr 23 Meldungen von Kindeswohlgefährdungen, davon 15 Meldungen innerhalb von nur vier Wochen. Diese Meldungen hatten sich im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt. Zwar liegt die VG Kirchberg damit über dem Kreisdurchschnitt, dennoch sehen sowohl Polizei als auch Jugendamt kreisweit eine hohe Handlungsnotwendigkeit im Bereich Kinderschutz und Jugenddelinquenz. Besonders wichtig erscheint den Behörden dabei die Unterstützung von Ein-Eltern-Familien und die Unterstützung durch Jugendhilfemaßnahmen etwa bei Gewalt unter Erwachsenen, Gewalt gegen Kinder oder bei Verwahrlosung. ces