Archivierter Artikel vom 15.11.2019, 16:29 Uhr

Sorge vor „Flaschenhalseffekt“ auf der B 50

Die Brücke stellt insbesondere für Logistiker eine reizvolle direkte Straßenverbindung zwischen den Benelux-Staaten und dem Rhein-Main-Gebiet dar. Die Fahrtzeiten reduzieren sich deutlich und damit auch die Kosten. Der Hochmoselübergang bedeutet eine unmittelbare Anbindung von der A 1 in der Eifel zur B 50 im Hunsrück, an den Flughafen Hahn und zur A 61.

Für Kritik sorgt, dass auf der Hunsrückseite ein Nadelöhr durch die in einem Teilbereich nahe des Hahns nicht ausgebaute B 50 entsteht. Dieser zweispurige Abschnitt soll in den nächsten Jahren durch eine neue, 15 Kilometer lange vierspurige Trasse ersetzt werden. Bis zur Fertigstellung rechnet man mit einem „Flaschenhalseffekt“, der durch rund 25.000 Fahrzeuge täglich entstehen könnte, die auf der neuen Moselbrücke erwartet werden. Für Verärgerung sorgt in Anrainergemeinden auch, dass im Bereich der geplanten neuen B 50-Trasse die alte Verkehrsinfrastruktur anschließend zurückgebaut werden soll, statt diese als Ersatzstrecke für langsamen Verkehr zu nutzen. vb