Archivierter Artikel vom 29.06.2020, 20:02 Uhr
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Selbst an lukrativen Standorten gibt es ein Nachfolgeproblem

Neben vielen anderen Problemen ist auch die Suche nach Nachfolgern für die eigene Apotheke in Rheinland-Pfalz sehr schwierig. Das sei selbst bei wirtschaftlich sehr attraktiven Standorten eine kaum zu lösende Aufgabe, sagt Andreas Kiefer, Präsident der Landesapothekerkammer im Land sowie der Bundesapothekerkammer.

Und das, obwohl in den vergangenen Jahren die Zahl der Absolventen der Pharmazie deutlich gestiegen ist, wie das Mainzer Gesundheitsministerium mitteilt. Apotheken stehe grundsätzlich mehr approbiertes Personal zur Verfügung, dabei sei aber auch zu berücksichtigen, dass rund 75 Prozent des approbierten Personals in Apotheken Frauen seien, „die in ihrer Familienphase dem Arbeitsmarkt nur begrenzt zur Verfügung stehen“. Es bestehe daher unter dem Strich eine hohe Nachfrage nach Apothekerinnen, die von Studienabsolventen in der Regel nicht vollständig abgedeckt werden könne.

Trotz aller aktuellen Widrigkeiten sieht das Ministerium Wege, wie sich Apotheken besser aufstellen können. Sie könnten sich mit Videosprechstunden und anderen digitalen Tätigkeiten qualifizieren. Denkbar seien auch Angebote der Ernährungsberatung oder Beratung für gesunde Lebensführung.