Archivierter Artikel vom 06.07.2022, 17:11 Uhr

Sanitätsregiment 2 „Westerwald“: Vielfältige Aufgaben und Einsätze im In- und Ausland

Das Sanitätsregiment 2 zählt zu den ältesten Verbänden der Bundeswehr. Es wurde 1956 aufgestellt, 1957 zunächst nach Koblenz und 1969 in die damals neue Alsberg-Kaserne Rennerod verlegt. 1960 war man mit der Erdbebenhilfe in Marokko am ersten Auslandseinsatz der Bundeswehr beteiligt.

Es folgten zahlreiche weitere Einsätze: im Ausland zum Beispiel 2005 nach dem Tsunami in Indonesien oder 2014/15 im Kampf gegen Ebola in Liberia, im Inland etwa 2007 mit der Bereitstellung eines mobilen OP-Containers für die Kinderklinik in Siegen oder zuletzt 2021 bei der Flutkatastrophe an der Ahr.

Neben der humanitären Not- und Katastrophenhilfe zählen natürlich die sanitätsdienstliche Unterstützung der Landes- und Bündnisverteidigung sowie das nationale und internationale Krisenmanagement zu den Aufgaben des Regiments, das seit 2008 den Beinamen „Westerwald“ trägt. Mit Fachpersonal und entsprechendem Ausbildungsauftrag kümmert sich der Verband nicht nur um Aufbau und Betrieb mobiler Rettungszentren und Lazarette, sondern auch um Patiententransporte zu Land und zu Luft sowie um notfallmedizinische, chirurgische, intensivmedizinische und klinische Versorgung von Verletzten in Einsatzgebieten und im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz.

Personal wird nicht nur für laufende weltweite Missionen (z.B. Litauen, Mali, Irak) abgestellt, sondern auch regional auf Ebene der Bezirks- und Kreisverbindungskommandos (etwa bei der Hilfeleistung in der Corona-Pandemie). Derzeit verfügt das „SanRgt 2“ über rund 1500 Kräfte (1000 in Rennerod, 500 in Koblenz), davon ist etwa ein Fünftel Gesundheitsfachpersonal; mit rund 30 Prozent ist der Frauenanteil im Regiment relativ hoch. Es gibt etwa 100 Medizinstudierende an den Universitäten Marburg und Gießen. Kommandeur ist seit 2018 Oberstarzt Dr. Sven Funke. daw