Archivierter Artikel vom 15.07.2021, 15:56 Uhr

Sackgasse Friedland?

In letzter Zeit war eine Diskussion über eine Wiedernutzung dieser Straße geführt worden.

Zum einen muss die einzige Verbindung der Siedlung Friedland nach Oberlahnstein für umfangreiche Kanalbauarbeiten in der Straße Hohenrhein voll gesperrt werden. Andererseits steht eine Vollsperrung der B42-Hochbrücke im Zuge der Umfahrung von Lahnstein an, die zu erheblichen Staus in Nieder- und Oberlahnstein führen wird. Daher hatte das LBM Diez eine temporäre Öffnung der ehemaligen K 66 angeregt, um den Anwohnern zumindest in den Hauptverkehrszeiten eine Umfahrung zu ermöglichen.

Im Rahmen einer Variantenuntersuchung für die Kanalbaustelle fand Ende März 2021 eine gemeinsame Begehung der Strecke mit Mitarbeitern des Landesamtes für Geologie und der Stadt Lahnstein statt. In der fachlichen Stellungnahme vom 30. April wird auf die in der Vergangenheit bereits getroffenen Einschätzungen hingewiesen: „Eine, wenn auch nur temporäre, Freigabe der Strecke bedingt umfangreiche zusätzliche Sicherungsmaßnahmen, die zur Einhaltung eines ausreichend hohen Sicherheitsniveaus der Straße erforderlich sind.“

Da die Kosten inzwischen rund 1,5 Millionen Euro betragen könnten, war das Ingenieurbüro Gastring mit einer Variantenuntersuchung beauftragt worden. Als Ergebnis wurde die Anlage einer Baustellen-Umfahrungsstrecke in Hanglage durch ein Waldstück zwischen den Straßen Hohenrhein und Martin-Luther-Straße über mehrere Privatgrundstücke vorgeschlagen.

Den Beschluss zur weiteren Ausarbeitung dieser Lösung hat der Stadtrat in seiner Videositzung am 20. Mai allerdings vertagt, da der LBM am selben Tag bei einer Begehung eine weitergehende Prüfung in Aussicht gestellt hat, deren Ergebnisse aber erst im Herbst bekannt würden. hpg