Archivierter Artikel vom 09.11.2017, 17:16 Uhr

RZ-Kommentar: Deutliches Zeichen für Demokratie

Redakteur Hilko Röttgers zur Absgae des Gymnasiums an die AfD-Fraktion:

RZ-Reakteur Hilko Röttgers.
RZ-Reakteur Hilko Röttgers.
Foto: Jens Weber

Das Mayener Megina-Gymnasium will am 9. November nicht von AfD-Abgeordneten besucht werden. Damit setzt die Schule ein deutliches – und wichtiges – Zeichen für eine starke Demokratie. In Mayen gedenkt man am 9. November der Opfer der Novemberpogrome und erinnert an den Völkermord der Nationalsozialisten an den Juden. Das ist wichtig. Denn diese Gräuel dürfen nie in Vergessenheit geraten. Damit sie nie wieder passieren. So ein Gedenken lässt sich nicht mit einer Diskussion vereinbaren, in der Vertreter einer Partei auftreten, deren Funktionäre ein solches Gedenken als „Schande“ empfinden und die auf das Recht pochen, „stolz zu sein auf Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen“. Bei allem demokratischem Respekt vor anderen Meinungen: Solchen Aussagen muss man entgegentreten. An jedem Tag. Und erst recht am 9. November. Das hat das Megina-Gymnasium mit der Absage an die AfD-Abgeordneten getan. Und das ist sehr gut so.

E-Mail: hilko.roettgers@rhein-zeitung.net