Archivierter Artikel vom 21.07.2019, 14:40 Uhr
Rheinland-Pfalz

Politik verschärft die Regeln und kämpft gleichzeitig gegen Konsequenzen: Das verlogene Spiel der Krankenhausbereinigung

Wenn Politiker wie die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) Bilder von demonstrierenden Patienten, Pflegekräften und Ärzten in Zell oder zuletzt in Sankt Augustin sehen, dann ist die Versuchung groß, sich auf die Seite der besorgten Bürger zu schlagen. Da suggeriert man gern, dass alles so bleiben kann, wie es ist. Da bleibt man am liebsten vage und unkonkret. Man wolle Zusammenschlüsse von Krankenhäuser oder eine Konzentration von Standorten fördern, heißt es aus Mainz als Reaktion auf die provokante Studie der Bertelsmann Stiftung, dass mehr als die Hälfte der Krankenhäuser in Deutschland überflüssig sind und dies Patienten sogar eher helfen würde. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) diagnostiziert eine Überversorgung in Ballungszentren. Es braucht aus seiner Sicht einen neuen Krankenhausplan, der sich an Struktur, Qualität und Fallzahlen ausrichte. Das ist eine klinisch saubere Sprache, die den Bürgern keine Schmerzen bereitet.

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