Archivierter Artikel vom 26.08.2020, 16:52 Uhr

Naturschutzinitiative sieht sich in ihrer Haltung bekräftigt

Nach der Antwort des rheinland-pfälzischen Innenministeriums auf die Anfrage von MdL Michael Wäschenbach sieht sich die Naturschutzinitiative (NI) in ihrer Position bestätigt, wonach im Nationalen Naturerbe Stegskopf keine Windenergie möglich sei.

Die der DBU Naturerbe GmbH übertragene Fläche diene „ausschließlich dem Schutz von Natur und Landschaft und nicht ihrer Industrialisierung“, wird NI-Landesvorsitzender Harry Neumann in einer Presseverlautbarung zitiert. Es sei daher „völlig unverständlich“, dass das Thema Windenergie auf dem Stegskopf sowohl vom SPD-Kreisvorsitzenden Andreas Hundhausen als auch von Landrat Peter Enders (CDU) erneut ins Spiel gebrachte werde.

„Der weitere Ausbau der Windenergie zerstört mehr Natur und Arten als er nützt“, so Neumann, „aufsummierte Verluste an allen Windenergieanlagen werden bei einem weiteren Ausbau europaweit bestimmte Vögel und Fledermäuse in ihrer Existenz bedrohen.“ Gerade auf dem Stegskopf und seinem Umfeld seien so viele der windkraftempfindlichen Arten bekannt, dass die Errichtung von Windindustrieanlagen hier sowieso nicht mit dem Umweltrecht vereinbar wäre, ergänzt Immo Vollmer, Naturschutzreferent der NI.

Ohnehin sei die volatile Windenergie „nicht in der Lage, einen wesentlichen Teil zu einer naturverträglichen Energieversorgung beizutragen“, so die Naturschutzinitiative. Man erwarte daher „mehr Respekt vor der hohen landesweiten ökologischen Bedeutung dieses Gebietes für die Biodiversität und den Wald- und Landschaftsschutz“. Natur und Menschen bräuchten auch unverbaute Landschaften. Abschließend heißt es in der Stellungnahme des Umweltverbands: „Die CDU sollte ihrem bisherigen Kurs treu bleiben und sich von den wieder aufgekommenen Forderungen distanzieren.“ daw