Archivierter Artikel vom 14.03.2016, 16:05 Uhr
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Nachspiel von Stefan Nink über zusätzliche Aufgaben in der Sportlerszene: Trainer als Schiris? Warum denn nicht?

Zum Glück regelt der Paragraf 3 der Spielordnung des Fußballverbandes Rheinland die Schiedsrichter-Gestellung der Vereine. Mit dem Zwangsabstieg für die Mannschaften eines Vereins, der wiederholt nicht genügend Spielleiter stellt, wurde eine drastische Schluss-Konsequenz in seinen Satzungen verankert. Das hat sich bewährt. Zwar ist bei den Balltretern die Zahl der Frauen und Männer an der Pfeife schon länger rückläufig, aber noch immer kann das Gros der Fußballspiele mit neutralen Schiedsrichtern besetzt werden. In anderen Sportarten wie Handball, Basketball, Volleyball oder Hockey gehört es für ausgebildete Trainer, Abteilungsleiter oder auch frühere Spieler längst zum sportlichen Alltag, sich und ihre Erfahrungen entweder in der Jugendarbeit einzubringen oder für das zumeist undankbare Amt des Referees zur Verfügung zu stellen und ihre Freizeit zu opfern, damit andere ihrem Hobby nachgehen können. Ich denke, dies ist zur Nachahmung unbedingt zu empfehlen, damit es irgendwann nicht zu Engpässen kommt und wie bei der Jugend ein Betreuer ausgerüstet mit Trillerpfeife und „Kartenspiel“ dafür sorgen muss, dass auf dem Spielfeld die Regeln eingehalten werden. Warum sollte etwa Norbert Klein von der SG Dahlheim/Prath neben seiner Trainertätigkeit nicht zusätzlich für ein paar Euro Spesen und Fahrgeld als Unparteiischer über die Lande tingeln? Ab Sommer hat er ja Zeit...

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