Nach Sachbeschädigung den Straßennamen nicht genannt

Bereits in der Nacht vom 15. auf den 16. November 2021 wurde das Schild der Paul-Dickopf-Straße in Müschenbach beidseitig mit schwarzem Farblack übersprüht. Im Anschluss gab es dazu eine Meldung der Gemeinde im Mitteilungsblatt, auf die Paul Nagelkrämer mit großer Verwunderung reagiert.

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Das völlig beschmierte Schild der Paul-Dickopf-Straße.
Das völlig beschmierte Schild der Paul-Dickopf-Straße.
Foto: privat

In der Meldung heißt es: „Die Sachbeschädigung wurde zur Anzeige gebracht. [...] Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizeidienststelle in Hachenburg gerne entgegen.“ Um welches Straßenschild genau es sich bei diesem Vorfall gehandelt hat, wird in der Meldung nicht erwähnt.

Dazu merkt Nagelkrämer an, es werde also „um sachdienliche Hinweise zu einem Sachverhalt gebeten, bei dem die Bürgermeisterin noch nicht einmal den Ort des Geschehens konkret benennt. Die Furcht vor einer neuen Debatte um die Dickopf-Straße scheint doch sehr groß zu sein. Wieso sonst scheut man sich, den Namen des ,untadeligen‘ Namensgebers zu nennen?“.

Müschenbachs Ortsbürgermeisterin Birgitta Käckermann hat dazu auf WZ-Anfrage Folgendes mitgeteilt: „Es ist richtig, dass es eine Sachbeschädigung an einem Straßenschild gab und das Schild veröffentlicht wurde. […] Zeugen brauchen den Ort des Geschehens nicht, wer was gesehen hat, weiß ja, wo es war. Da derzeit polizeidienstliche Ermittlungen laufen, die mit der Sachbeschädigung im Zusammenhang stehen, wurde der Hinweis einfach gehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich mich daher auch nicht weiter zu der Angelegenheit äußern kann.“ nh

Archivierter Artikel vom 13.01.2022, 15:56 Uhr