Archivierter Artikel vom 03.06.2018, 16:06 Uhr

MRSA ist für immungeschwächte Menschen gefährlich

MRSA steht für Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus. Dabei handelt es sich um eine resistente Staphylokokkenart, die durch den breiten Einsatz von Antibiotika seit den 1960er-Jahren auftritt. Rund 30 Prozent der Bevölkerung tragen diese Bakterien regelmäßig in der Nase und auf der Haut. Bei gesunden Menschen verursachen sie meist keine Symptome.

Eine Übertragung von MRSA findet in Deutschland hauptsächlich im Krankenhaus oder in Pflegeeinrichtungen statt. Dabei spielt der direkte Kontakt von Mensch zu Mensch eine wichtige Rolle. Typisch für MRSA ist zum Beispiel die Übertragung durch Hände. Bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem kann MRSA Infektionen verursachen, die beispielsweise zu Furunkeln, Blutvergiftungen oder Lungenentzündungen führen können. Um die Bakterien abzutöten, muss meist ein Antibiotikum eingesetzt werden, doch einige Staphylococcus aureus sind unempfindlich gegen die meisten Antibiotika – eben multiresistent. cob