Archivierter Artikel vom 22.11.2018, 20:25 Uhr

Mit Elektrofahrzeugen durch den Wald

Rheinland-Pfalz will bundesweit den Einsatz von klimafreundlichen Elektrofahrzeugen in der Forstwirtschaft voranbringen. Das teilte Forststaatssekretär Thomas Griese (Grüne) bei der Vorstellung von Testergebnissen mit E-Fahrzeugen im Wald mit. Noch allerdings gibt es laut Griese bundesweit keine forsttauglichen E-Autos. In Emmelshausen im Rhein-Hunsrück-Kreis kamen Forstexperten mehrerer Bundesländer und Vertreter der E-Fahrzeug-Herstellerin Streetscooter GmbH, einer Tochterfirma der Deutschen Post, zusammen.

Landesforsten Rheinland-Pfalz hatte nach eigenen Angaben als erster staatlicher Forstbetrieb den Einsatz von Streetscootern getestet. In unwegsamem Gelände sank deren Reichweite deutlich. In Forstkreisen hieß es, ein Streetscooter-Modell mit doppelter Batterie und Allradantrieb werde 2019 erwartet. Die Post bestätigte das nicht. Streetscooter-Chef Achim Kampker sagte aber, vieles sei in Sicht: „Offroad, bestimmte Aufbauten und die Erhöhung der Reichweite haben wir fest im Blick. Wir können auf die Kundenwünsche eingehen – wenn die Nachfrage stimmt.“ Jürgen Weis von Landesforsten Rheinland-Pfalz sprach von Anforderungen wie einer Anhängerkupplung, ausreichender Bodenfreiheit, genug Platz für forstliche Geräte, mehr Sitzplätzen und einer Seilwinde. Staatssekretär Griese verwies auch auf andere ökologische Einsätze mit elektrischen Antrieben: „In einigen Forstämtern radeln die Mitarbeiter mit dem E-Bike in den Wald und nutzen elektrisch betriebene Motorsägen.“