Archivierter Artikel vom 10.09.2017, 20:01 Uhr

Michael Bongard zum Handball-Abend in Kastellaun und Sohren

Daumen hoch für Hunsrück-Duo

Die versetzten Anwurfzeiten (18 Uhr in Kastellaun, 19.30 Uhr in Sohren) gaben am Samstag einem die Möglichkeit, die Handball-Oberligisten Kastellaun und Gösenroth bei ihrem ersten Saisonheimspiel genauer unter die Lupe zu nehmen. Fazit: Daumen hoch für Kastellaun und vor allem für Gösenroth.

In Kastellaun war der Zuschauer allerdings erst mal enttäuscht. Hallensprecher Manuel Link war in Urlaub. Keine Musikeinspieler, keine Durchsagen – im ersten Durchgang herrschte Friedhofsstimmung. Dass sich das änderte, lag an der Kastellauner Mannschaft, die eine starke zweite Hälfte ablieferte und das Publikum so beim Sieg gegen Saulheim in Wallung brachte. Mit Henrik Walb hat die HSG nach Adnan Kulovic und Andrius Zigelis einen weiteren Akteur mit einer „Bären-Konstitution“ (Trainer Axel Schneider) in seinen Reihen. Das Ziel „einstelliger Tabellenplatz“ ist nach zuletzt Platz 12 und 15 nicht zu hoch gegriffen.

In Sohren wurde der Zuschauer erst mal überrascht – von einer größeren Kulisse als in Kastellaun und von einem Hallensprecher in Torwartklamotten (Drittmannschafts-Keeper Markus Schmitz), dessen Enthusiasmus sich auf das Gösenrother Spiel übertrug – oder umgekehrt. Auf jeden Fall lieferte die junge SG ein bärenstarkes Heimdebüt ab und bezwang Bingen klar. Das hätte dem Domaschenko-Team in der Form keiner zugetraut. So ist die SG kein Abstiegskandidat.