Archivierter Artikel vom 17.06.2017, 03:11 Uhr
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Mehrere Wege führen ins Netz und zu den Schaltstellen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, digitale Schutzmauern zu überwinden. Eine realitätsnahe Variante ist eine E-Mail mit einer Schadsoftware an einen Mitarbeiter zu schicken. Falls der sie öffnet, hat der Angreifer Zugang zum Rechner – als eine Art Brückenkopf ins interne Netz der Firma.

Ein anderer Weg führt über die Hardware nach innen. Der gekaufte Hacker in Ettlingen konnte in einem Gästehaus ein Modul an eine Netzwerkdose anschließen, die mit dem Stadtwerkenetz verbunden war. Sein weiteres Vorgehen vergleicht er mit dem eines Diebes: Man müsse erst mal an allen Türen rütteln, um herauszufinden, wo es was zu holen gibt, erklärte er. Die Angriffsfläche wird außerdem durch die Smart Meter vergrößert, die kleinere Erzeuger erneuerbarer Energien zukünftig nutzen müssen. Diese elektronischen Stromzähler lassen sich von außen über Computeranlagen ansteuern. Wenn sie auch zur Regelung und Steuerung eingesetzt werden, haben Hacker womöglich viele neue Zugänge zum Netz und seinen Schaltstellen. kuk