Archivierter Artikel vom 31.05.2021, 12:55 Uhr
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Langsam greift ein kreisweiter Impfeffekt, aber Vorsicht bleibt angesagt: Die Corona-Pandemie ist noch nicht überwunden

Zwar ist die Inzidenz im Kreis Bad Kreuznach übers Wochenende leicht gestiegen – doch die Werte über 150 mit Bundesnotbremse und harten Einschränkungen scheinen momentan passé. Langsam greift der kreisweite Impfeffekt. Von Entspannung will Landrätin Bettina Dickes aber noch nicht generell sprechen, weil viele Ungeimpfte nun entdeckten, wie sehr ihre Freiheiten eingeschränkt sind. Geimpfte dagegen fühlten sich ein gutes Stück besser, weil freier. Eine der Hauptfragen unter Virologen bleibt: Welche Mutanten kommen in den nächsten Monaten um die Ecke? Von Pandemie-Ende könne also keine Rede sein. Landrätin Dickes blickt dennoch auf die Zeit „danach“, etwa auf die Corona-Stabsstelle: Knapp 100 Leute, manche mit Teilzeitverträgen, andere als Honorarkräfte, sitzen in der Sparkasse am Kreuznacher Kornmarkt und betreiben täglich die telefonische Nachverfolgung, um Infektionsketten zu erkennen. Viele Verträge laufen am 30. Juni wie geplant aus. 20 Prozent der Beschäftigten sind Mitarbeiter der Kreisverwaltung und in die Stabsstelle delegiert. Sie kehren nach und nach in die Verwaltung zurück. „Wir gehen nicht auf Null“, sagt die Landrätin, „wir bleiben in einer Art Stand-by-Modus. Unser jetzt erworbenes Wissen darf nicht verloren gehen.“ Die Erfahrungen der ersten Pandemie werden künftig helfen, wenn solche oder ähnliche Krisen erneut zu schultern sind: „Das ist nicht die letzte Pandemie.“ Ziel für das Gesundheitsamt: Mit Markus Werger, Nachfolger von MdL Markus Stein, habe man einen neuen Verwaltungsleiter der rund 25 Mitarbeiter großen Kreisbehörde. Er arbeite am Konzept „Gesundheitsamt 2025“, in dem es um Themen wie Gesundheitsplan und Volksgesundheit und um das stärkere Einbinden der Rettungsorganisationen und des Brand- und Katastrophenschutzes um BKI Werner Hofmann geht. Primäre Aufgabe von Dr. Ernst-Dieter Lichtenberg, seit 1992 in leitender Funktion und seit 2002 Amtsarzt, bleibe die Beratung der regionalen Krankenhäuser und anderer Gesundheitseinrichtungen, etwa in

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