Archivierter Artikel vom 04.06.2021, 18:09 Uhr

Labonte und Weiland: Fehler früherer Sperrung müssen diesmal vermieden werden

Gemeinsam möchten der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, Mike Weiland, und Lahnsteins Oberbürgermeister Peter Labonte mit dem Landesbetrieb Mobilität Konzepte mit Blick auf die Straßensperrungen im Zuge der Sanierung der Lahnhochbrücke (B 42) und dem dritten und letzten Bauabschnitt zwischen Braubach und Dachsenhausen (L 335) im Jahr 2024 erarbeiten und vorbereiten. Dies betonen beide in einer Pressemitteilung.

Die B 42-Brücke über der Lahn ist verkehrstechnisch ein Nadelöhr.
Die B 42-Brücke über der Lahn ist verkehrstechnisch ein Nadelöhr.
Foto: Tobias Lui

„Nur wenn wir uns frühzeitig an einen Tisch setzen, können wir weitergehende Möglichkeiten als bloße Umleitungen prüfen und in die Umsetzung bringen, um bereits in Vergangenheit erlebte Staus abzumildern und nicht erneut gewünschte Verkehrsszenarien zu verhindern“, so Mike Weiland, der sich jetzt an seinen Amtskollegen Peter Labonte und den Landesbetrieb Mobilität gewandt hat. Peter Labonte zeigt sich offen für Gespräche: „Gern können wir uns in dieser wichtigen Frage der für das Jahr 2024 vorgesehenen Sanierung der B 42/Hochbrücke Lahnstein miteinander abstimmen.“

Mike Weiland möchte zunächst mit allen Beteiligten den Sachstand der Vorbereitungen erörtern und Ideen abstimmen. „Aufgrund früherer Erfahrungen müssen wir das Thema von langer Hand angehen“, so der VG-Bürgermeister. Beide Straßenbaumaßnahmen sollen zeitgleich durchgeführt werden, sodass die Hauptpendlerströme vom Taunus und aus dem Blauen Ländchen weiträumig über das Lahntal geführt werden. Damit bleibt beim Nadelöhr in Lahnstein jedoch noch der Verkehr der Rheinschiene in beide Richtungen.

Bei der früheren Sperrung kamen genau dort jedoch beide Ströme vom Rhein und vom Taunus zusammen. „Das führte zu einer Situation, die weder die Pendler der Verbandsgemeinde oder dem Taunus noch die Bürger von Lahnstein in diesem Ausmaß noch einmal erleben möchten“, sind sich Weiland und Labonte einig. Lahnsteins OB führt aus, dass die Brückensanierung auch mit weiteren wichtigen Straßen- und Verkehrsbaumaßnahmen innerhalb von Lahnstein korrespondieren wird.

Ziel der Stadt sei es, diese alle noch in der Zeit bis zur Buga 2029 fertigzustellen. So plant die Stadt Lahnstein aktuell eine Erschließungsstraße als Teil des Stadtumbauprojekts mit entsprechender Anbindung des Lahnsteiner Hafens. Diese Straße wird insbesondere den Stadtteil Oberlahnstein vom Schwerlastverkehr in der Innenstadt entlasten. Dazu kommen neben den weiteren anstehenden innerörtlichen Straßenbauprojekten noch zusätzlich diverse Kreisverkehrsplätze, etwa im Bereich der Kaserne, sowie ein Überbrückungsbauwerk der Deutschen Bahn im Stadtteil Niederlahnstein.

Nach Labontes Kenntnis sei der Landesbetrieb Mobilität derzeit dabei, zur Sanierung der Lahnhochbrücke weitere Optionen und alternative Straßenführungen während der mindestens einjährigen Bauphase auszuarbeiten und der Oberbürgermeister ergänzt: „LBM und Stadtverwaltung arbeiten aktuell unter Berücksichtigung aller baulichen Abhängigkeiten bereits an einem zusätzlichen Entlastungskonzept, dessen erste Ideen noch im Laufe des Jahres verifiziert werden müssen.“

Genau diese Ideen und Vorschläge, wie man die Verkehrsströme gegenüber der erfolgten zurückliegenden Testphase anders oder besser organisieren könnte, möchte Mike Weiland ebenfalls unterstützen. „Sicher sollte man hier neben einem gemeinsamen bestmöglichen Umleitungskonzept auch das eine oder andere Alternativangebot zum normalen Pkw-Verkehr in Betracht ziehen“, betont er.

Nach seiner Ansicht müsse man hier auch aktiv auf die Verantwortlichen im ÖPNV mit Blick auf Pendlerbusse, ein verbessertes Bahnangebot oder auch die Einbindung der Fähren zugehen und beispielsweise ebenso Zukunftsangebote mit klaren Radrouten oder neuen Mobilitätskonzepten schaffen und die verkehrlichen Auswirkungen während der kompletten Bauphase in Lahnstein und entlang der Rheinschiene abmildern. Die beiden Bürgermeister planen im kommenden Monat einen ersten Gesprächstermin.