Archivierter Artikel vom 10.07.2018, 18:35 Uhr

Kritisch oder „nervig“? Fälle aus dem Land

Der Streit im BAINNBw erinnert an andere spektakuläre Mobbingvorwürfe kritischer Mitarbeiter.

Oktober 2017: Prof. Dr. Harald Ehses fühlt sich vom Land gemobbt.

Ehses, bis Mitte Dezember 2014 Leiter des Landesamtes für Geologie und Bergbau in Mainz, muss nach Meinungsverschiedenheiten um geologische Fragen beim Bau der Hochmoselbrücke seinen Hut nehmen. Nach einem Vergleich wechselt er bei gleicher Besoldung in eine neu geschaffene Stabsstelle für umweltgeologische Grundsatzfragen im Wirtschaftsministerium. Dort fühlte er sich kaltgestellt und unausgelastet. Der Spitzenbeamte verliert eine Klage vor dem Mainzer Landgericht auf eine „amtsangemessene Beschäftigung“.

April 2018: Die Gewerkschaft der Polizei suspendiert den Koblenzer Kreisgruppenchef Detlef Maurer kurz vor dessen Ruhestand von allen Ämtern. Maurer, ein bekannter Streiter für die Polizei, fühlt sich kaltgestellt. Er hatte in der Vergangenheit seinen Dienstherrn oft mit kritischen Äußerungen „genervt“. Sein Anwalt vermutet, dass hier ein Kritiker zum Schweigen gebracht werden soll.