Archivierter Artikel vom 10.02.2021, 19:54 Uhr

Kritik an der Vergabe von Restdosen in Koblenz

Das von der städtischen Berufsfeuerwehr geleitete Corona-Impfzentrum in Koblenz hat mit übrig gebliebenen Impfdosen 127 von 145 Mitarbeitern der Feuerwehr impfen lassen. Die Stadt bestätigte unserer Zeitung entsprechende Recherchen des SWR. Unter den Geimpften sind demnach auch der Leiter der Feuerwehr und dessen Ehefrau sowie seine Sekretärin.

Nur etwas mehr als die Hälfte der Geimpften gehörten zur Impfgruppe mit der höchsten Priorität – die anderen aber nicht. Oberbürgermeister David Langner sieht dennoch kein Fehlverhalten: Die Feuerwehrleute seien geimpft worden, da sie außer im Impfzentrum auch in besonders betroffenen Einrichtungen im Einsatz sind. „Der Amtsleiter selbst ist fast täglich im Impfzentrum zwecks Aufbau und Optimierung der Abläufe. Die Sekretärin des Amtsleiters wird als Ausfallreserve im Impfzentrum eingesetzt. Seine Ehefrau ist sowohl für das Impfzentrum Koblenz als auch für das Impfzentrum Rhein-Lahn als Honorarkraft eingeplant“, sagt Langner auf Anfrage. mbo