Archivierter Artikel vom 14.05.2021, 19:46 Uhr
Lahnstein

Kommentar zur Nominierung von Marcel Will: Die Genossen emotional gepackt

Das Herz erobern. es ist eine der Grundvoraussetzungen, wenn man Lahnsteins Sozialdemokraten überzeugen will. Geht es hiernach, war die Nominierung der SPD ein voller Erfolg: Marcel Will hielt eine kämpferische und vor allem emotionale Rede, die durchaus mitriss. Sein Credo, gemeinsam könne man Lahnstein verändern und in eine gute Zukunft führen, zog bei den Genossen.

Von Tobias Lui

Tobias Lui
Tobias Lui

Der 41-Jährige wurde nicht müde, immer und immer wieder das Gemeinschaftsgefühl zu betonen – und seinen Willen, Lahnstein zu verbessern. Verwalten reiche nicht, er werde mutig auch neue Dinge ausprobieren – Aufbruch war das meist genutzte Wort an diesem Nominierungsabend in der Stadthalle.

Will betonte seinen Blick von außen, sein junges Alter, er könne unbelastet an die Arbeit gehen – ein Seitenhieb gegen Konkurrent Thomas Becher, der seit Jahren Teil der Verwaltung Labonte ist. Keine Frage, Wills erster Auftritt war durchaus gelungen. Der 41-Jährige ist rhetorisch versiert, ein guter Redner. Und er hat es – siehe oben – geschafft, die Sozialdemokraten emotional zu packen.

Das Problem: Kaum einer kennt ihn. Die große Frage: Kann er das bis zum Herbst ändern? Kann er die markigen Allgemeinplätze (Lahnstein besser, dynamischer und sicherer machen), mit konkreten Inhalten füllen? Die nächsten Wochen und Monate werden es zeigen.