Archivierter Artikel vom 18.03.2019, 16:15 Uhr

Kommentar: Mehr Mut hätte gutgetan

Kontinuität ist Trumpf: Das lässt sich beim Blick auf das Personaltableau der CDU für die VG-Ratswahl in Birkenfeld unzweifelhaft feststellen, und das muss natürlich auch kein Nachteil sein. Aber ein wenig mehr Mut hätte dem Wahlvorschlag der CDU schon gutgetan. Man mag der Partei ja zugestehen, dass sie auf VG-Ebene nicht problemlos Frauen und junge Menschen als Kandidaten aus dem Hut zaubern kann. Aber wenn sich schon einige wenige Bewerber aus diesen beiden Kategorien finden lassen, dann hätte man zumindest mehr von ihnen auf Plätze mit guten Chancen auf ein Mandat im künftigen VG-Rat hieven können.

Axel Munsteiner zu Wahlvorschlag der CDU.

So aber ist Claudia Feis die Einzige, für die diese Aussage gilt. Was die Wahlaussichten auf VG-Ebene angeht, hat die CDU – nicht zuletzt wegen der allgemein in Umfragen schwächelnden SPD – ohne Zweifel eine realistische Chance, zumindest mit den Genossen gleichzuziehen oder sogar den Status als stärkste Fraktion im Rat zurückzuerobern. Das wird aber vermutlich ganz entscheidend vom Abschneiden der LUB abhängen, die der CDU schon 2014 viele Stimmen abgenommen hat. Die Frage wird also sein: Ist dieses Thema für die Bürger immer noch so wichtig, dass diesbezüglich kritisch eingestellte Wähler sich beim Ausfüllen des Stimmzettels erneut in größerer Zahl für das „Original“, also die LUB, anstelle der CDU mit ihrer nicht ganz so klaren Position, siehe die derzeitige Debatte um eine mögliche Wiederinbetriebnahme der drei stillgelegten Birkenfelder Windräder, entscheiden werden?

E-Mail: axel.munsteiner@rhein-zeitung.net