Archivierter Artikel vom 11.08.2017, 12:24 Uhr

Kommentar: Klare Worte von Pro Brücke waren längst überfällig

Andreas Jöckel zur Mittelrheinbrücke

Andreas Jöckel
Andreas Jöckel

Es besteht kein Zweifel, dass noch viele Fragen zu klären sind, bevor der erste Spatenstich für eine Mittelrheinbrücke gesetzt werden kann. Dazu gehören unter anderem die exakten Kosten und deren Verteilung, der Naturschutz, die Welterbeverträglichkeit sowie die Art und Weise einer Anbindung auf der linken Rheinseite zur A 61. Alle diese Fragen können nur über die nötigen Planungsverfahren geklärt werden.

Damit diese in Gang kommen, bot die BI Pro Brücke ein Moderationsverfahren mit Verkehrsminister Volker Wissing und Landrat Marlon Bröhr an. Doch solange Bröhr aufgrund von Rechtsgutachten der Meinung ist, das Thema im Kreistag erst gar nicht beraten zu müssen, ergibt eine Moderation keinen Sinn. Gegen seine Haltung haben SPD, FWG und FDP Organklage beim Verwaltungsgericht eingereicht. Das Urteil bleibt abzuwarten. Unabhängig davon waren die deutlichen Worte seitens einer Bürgerinitiative, die seit vielen Jahren für die Mittelrheinbrücke kämpft, längst überfällig.