Archivierter Artikel vom 08.02.2018, 17:39 Uhr

KOMMENTAR: Den Idarkopf mal schnell überholt

Nicht nur die einheimischen Mountainbiker wird es freuen: Die Planer am Erbeskopf haben die am Luftlinie keine 20 Kilometer entfernten Idarkopf aus dem Windschatten heraus überholt – aber das ist auch keine Überraschung: Während man bei Stipshausen mit großem Aufwand Bebauungspläne aufstellen und eine Nutzung mitten in geschützten FFH-Flächen realisieren muss, ist das Ski- und Freizeitgebiet am Erbeskopf für diese Art von Nutzung bereits vorgesehen. Dass Lift, Gastronomie, Parkplätze, Toiletten etc. schon vorhanden sind, macht das Vorhaben natürlich ebenfalls deutlich einfacher. Zudem geht es um eine ganz andere Größenordnung.

Von Stefan Conradt

Dennoch sind die Verantwortlichen im Regionalentwicklungsverein Nationalpark Hunsrück-Hochwald jetzt gefordert, genau hinzuschauen, damit das kleinere Projekt dem größeren nicht schadet. Das hat auch Umweltministerin Ulrike Höfken hinter den Kulissen deutlich gemacht. Wenn die geplante Bikeregion zwischen dem „Leuchtturm“-Vorhaben am Idarkopf und dem Bostalsee wie geplant realisiert werden kann, wird der Trailpark Erbeskopf ein wichtiger Mosaikstein werden. Ohne den Idarkopf jedoch bricht das Kartenhaus schnell zusammen.