Archivierter Artikel vom 25.01.2017, 21:10 Uhr
Kallstadt

Kein Ehrenbürger Trump

Wird der neue US-Präsident Donald Trump Ehrenbürger von Kallstadt an der Weinstraße? Darüber will der Gemeinderat am Donnerstag entscheiden.

Foto: dpa

Allerdings gibt es keine Fraktion, die den Antrag unterstützt. Auch die Verbandsgemeinde Freinsheim rät der Ortsgemeinde in einer Vorlage von einer Ehrung „zum jetzigen Zeitpunkt ab, weil Trump bisher keine persönlichen Verdienste zum Wohl von Kallstadt erworben hat“, sagte ein Sprecher. Trumps Großvater Friedrich Trump (1869–1918) war im Jahr 1885 aus Kallstadt nach Amerika ausgewandert, weil er nach einer Friseurlehre keinen Job fand.

Niederlande springen ein
Den Haag. Nach der Ankündigung des neuen US-Präsidenten Donald Trump, Programme zu Schwangerschaftsabbrüchen und Familienplanung nicht mehr zu unterstützen, wollen die Niederlande finanziell in die Bresche springen. Die Regierung in Den Haag plant einen Fonds, mit dem sichere Abtreibungen in Entwicklungsländern ermöglicht werden sollen. Der Fonds soll mit Beiträgen von Regierungen, Unternehmen und anderen Organisationen gefüllt werden. Trump stellte diese Woche die Finanzierung entsprechender Programme ein.

US-Wahl soll überprüft werden

US-Präsident Donald Trump will untersuchen lassen, ob es bei seinem Wahlsieg zu Wahlbetrug gekommen ist. Dabei soll es um Wähler gehen, die in mehr als zwei Staaten registriert sind, illegale Wähler sowie registrierte Wähler, die bereits verstorben sind. Trump hatte tags zuvor behauptet, es habe zwischen drei und fünf Millionen Stimmen für seine Konkurrentin Hillary Clinton gegeben, die nicht hätten abgegeben werden dürfen. Nur deshalb habe Clinton bei der Wahl hinsichtlich der Gesamtzahl der Stimmen vorn gelegen.

Für Clinton hatten fast drei Millionen Amerikaner mehr gestimmt als für Trump. Jedoch hatte die Verteilung auf die einzelnen Staaten und damit auf die entscheidenden Wahlmänner für Trump entschieden.

Eine ähnliche Studie gibt es bereits aus 2012 vom Pew Center for the States. Sie kam in der Tat zu dem Schluss, dass Millionen Wählerregistrierungen nicht mehr dem aktuellen Stand entsprechen. Aber das heißt nicht, dass diese falsch registrierten Wähler auch abgestimmt haben, und wenn ja, dass alle ihre Stimme Clinton gegeben haben. Ein Wahlbetrug in der Dimension, die Trump vermutet, ist rein mathematisch praktisch ausgeschlossen. Auch einer der Autoren der Pew-Studie hatte das schon vergangenes Jahr so gesagt.

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