Archivierter Artikel vom 18.05.2022, 15:58 Uhr

Jüngerich kritisiert Kommunikation zu Ermittlungen

Offiziell gibt es seitens der Ermittlungsbehörden bis heute keine Aussage über die Ursache des Brandes am Altenkirchener Rathaus am frühen Morgen des 7. Januar. In der Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Koblenz wurde zwar nach „Tätern“ gesucht, das Wort „Anschlag“ aber vermieden.

Bürgermeister Fred Jüngerich legte sich dagegen keine Zurückhaltung auf, sprach von Beginn an von einem Brandanschlag. Er habe den Brandbeschleuniger selbst noch riechen können, berichtet er heute und kritisiert die Ermittler für ihre Kommunikation. „Ich hätte erwartet, dass wir als Verbandsgemeinde innerhalb von fünf Monaten mal einen Verfahrensstand mitgeteilt bekommen“, sagt Jüngerich.

Die Beamten der Kriminalpolizei habe er nur einmal, am Tag des Brandes, gesehen. Auffällig ist: Nach dem Brand am Altenkirchener Gesundheitsamt Ende November 2021 ging die Polizei offener mit Informationen um. Das Koblenzer Präsidium erklärte zum Beispiel, dass man von einem politisch motivierten Anschlag aus Anlass der gesundheitspolitischen Entscheidungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ausgehe und bestätigte auf Nachfrage das Auffinden von Brandbeschleuniger. Im Fall des Rathausbrands fehlt eine solche Bestätigung, auch trotz mehrfacher Nachfragen der Rhein-Zeitung, bis heute. mif