Archivierter Artikel vom 13.09.2017, 15:28 Uhr

In der Blütezeit schufteten 300 Arbeiter an den Hochöfen

Mit ihrer enormen Roheisenproduktion zählte die Abentheurer Hütte zu den größten der insgesamt 65 Eisenwerke zwischen Saarburg und Rheinböllen, erklärt der heutige Besitzer Caspar Kampf den Zuhörern bei einer der Führungen: „Hier befand sich das erste Eisenschneidwerk auf deutschem Boden.“ Der Unternehmer Remacle de Hauzeur führte aus Wallonien diese Technik ein, die in Deutschland viele Nachahmer fand.Um die beiden Hochöfen zu befeuern, wurde täglich die Holzkohle aus 80 Festmetern Buchenholz benötigt. Nur zweimal sei ein Hochofen länger als ein Jahr ohne Unterbrechung in Betrieb gewesen. Ein wichtiger Standortfaktor war die Kraft von einst 16 Wasserrädern und das dazu benötigte Gefälle auf dem Hüttengut.In der Blütezeit um 1775 beschäftigte die Abentheurer Hütte 300 Arbeiter.

100 Jahre später wurde sie stillgelegt. ilb