Archivierter Artikel vom 08.03.2019, 21:35 Uhr

Im Bereich des Löhrrondells befand sich einst ein spätantikes Gräberfeld

Das Löhrrondell ist nicht sehr alt. In diesem Bereich befand sich früher ein Abschnitt der barocken Stadtbefestigung. Die Bebauung setzt erst mit dem Aufschwung der Schlossstraße um 1850 ein.

Dennoch ist dieser Bereich der Innenstadt archäologisch sehr interessant, denn er lag einst an der römischen Fernstraße von Mainz nach Köln. Hier gab es nicht nur einen Handwerkerbezirk, sondern auch ein spätantik-frühmittelalterliches Gräberfeld, das 1990 bei Bauarbeiten entdeckt wurde. Komplett neu gestaltet wurde das Löhrrondell zur 2000-Jahr-Feier und zur Bundesgartenschau. Die Fischelstraße, die ihren Namen von einem früheren Beigeordneten der Stadt hat, wurde einst Eisenbahnstraße genannt. Hier befand sich nicht nur der Rheinbahnhof, es gab auch ein gutes Hotel. Nach schweren Zerstörungen 1944 wurden weite Teile des Straßenzugs wegen der Neuplanung des innerstädtischen Verkehrs in den 1960er-Jahren beseitigt.