Archivierter Artikel vom 25.03.2022, 10:17 Uhr
Betzdorf

IGS Betzdorf-Kirchen: Leuchtendes Zeichen für Frieden und Solidarität

An der IGS Geschwister Scholl am Betzdorfer Struthof wurde ein buchstäblich leuchtendes Zeichen für den Frieden gesetzt. 800 Schüler und ihre Lehrer gingen aus vier Himmelsrichtungen zu einem zentralen Ort auf dem Schulhof, um, wie Schülersprecher Joshua Pagnia sagte, Solidarität mit den Menschen in der Ukraine sowie in Krisen- und Kriegsgebieten weltweit zu zeigen.

Von Peter Seel

Von oben aus der Vogelperspektive war neulich an der IGS Geschwister Scholl am Betzdorfer Struthof ein Symbol der Solidarität mit der von Putin angegriffenen Ukraine zu sehen.
Von oben aus der Vogelperspektive war neulich an der IGS Geschwister Scholl am Betzdorfer Struthof ein Symbol der Solidarität mit der von Putin angegriffenen Ukraine zu sehen.
Foto: IGS Geschwister Scholl Betzdorf

Mit dem John-Lennon-Song „Imagine“, der zu hören war, sollte ausgedrückt werden, dass es alle Menschen im Kleinen wie im Großen braucht, um Frieden zu erreichen. Das wurde auch mit einem Beitrag von Schülern und Lehrern der Fachschaft Religion deutlich.

Ferner waren viele Plakate und eine neue, von der Betzdorfer Kreativwerkstatt gesponsorte Friedensflagge zu sehen. Im Mittelpunkt stand ein Kunstwerk mit fünf Metern Durchmesser, das die ukrainische Flagge mit einer Friedenstaube und vielen bunten Händen zeigt.

Schulleiter Uwe Mattusch war stolz, dass sich die IGS einreiht in die Vielzahl der Schulen, die sich für Frieden und Freiheit einsetzen. Landrat Peter Enders erinnert an die Namensgeber der IGS – und sprach auch für die anwesenden Bürgermeister Benjamin Geldsetzer (Stadt Betzdorf) und Andreas Hundhausen (Stadt und VG Kirchen) sowie den Ersten Beigeordneten der VG Betzdorf-Gebhardshain, Joachim Brenner. Auch die Geschwister Scholl hatten Widerstand gegen Krieg und Diktatur geleistet.

Den Wunsch nach Erlösung boten Christian Normann und Benedikt Heer in ihrer Präsentation des Liedes „Redemption“ von Bob Marley sehr emotional dar. Dies sowie das zu Beginn der Kundgebung gehörte Lied „Sag mir, wo die Blumen sind“ von Marlene Dietrich griff Lehrerin Julia Danzeiser auf: „Krieg werden wir nie verstehen! Aber für den Frieden würden wir alles tun!“ Mit einem Flohmarkt am Samstag, 2. April, will die IGS Spenden für die Ukraine sammeln.