Archivierter Artikel vom 16.05.2021, 15:47 Uhr

Holzmarkt ist sehr kompliziert geworden: Mangelware trotz Nasslager

Beim Baumaterial Holz ist die derzeitige Lage völlig paradox: Trotz riesiger Mengen „Käferholz“, die nach dem trockenen Sommer 2020 in ganz Deutschland, auch im Hunsrück angefallen sind und die noch vor wenigen Monaten als nicht verkaufbar galt, explodieren die Preise. Die Verfügbarkeit von Holz hat sich seit dem vierten Quartal 2020 dramatisch verschlechtert. Trotz des vielen Käferholzes wird das Bauholz knapp in Deutschland, vor allem weil der heimische Rohstoff zu hohen Preisen ins Ausland verkauft wird.

Weltweit ist die Nachfrage nach Holz extrem gestiegen. Mit der erhöhten Nachfrage und der Holzverknappung steigen die Preise. Handelsprobleme zwischen den USA und Kanada sorgen für weitere Probleme im Warenverkehr. Die USA bedienen sich mit hohen Summen im europäischen Markt. Auch China ist immer auf der Suche nach Baumaterial. Mit der Folge, dass riesige Mengen Schnittholz dem europäischen und damit auch dem deutschen Markt entzogen werden.