Archivierter Artikel vom 06.07.2017, 14:28 Uhr

Historie

Wegen der frühen Reife – eine Woche früher als der Spätburgunder – hatte 1860 der damalige Direktor des Landwirtschaftlichen Vereins von Rheinpreußen in Ahrweiler, Franz-Joseph Hubert Bresgen, den Anbau von Portugieser sogar empfohlen.

Allein im Weinort Dernau bedeckte er 60 Hektar der Rebfläche, während es Früh- und Spätburgunder zusammen gerade mal auf zwölf Hektar brachten. Die über viele Jahre gewonnene Erfahrung, dass der Spätburgunder wegen der Kleinen Eiszeit (1550 bis 1850) nicht mehr ausreifte, sorgte für eine rasche Verbreitung des Portugiesers an der Ahr. Mitte der 1950er-Jahre dominierte er die Flächen an der Ahr.