Archivierter Artikel vom 05.06.2018, 06:00 Uhr

Gedenkstätte stoppt Zusammenarbeit mit Kühlmann

AfD-Kreisvorstandsmitglied Bernd Kühlmann hat als DDR-Bürger im Stasi-Gefängnis gesessen. Aufgrund dieser Erfahrung war er als „Zeitzeuge“ für ein von der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Stiftung Berliner Mauer und der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur getragenes Projekt aktiv.

Von einer RZ-Leserin über Kühlmanns Facebook-Aktivitäten informiert, nimmt das Koordinierende Zeitzeugenbüro (KZB) „die Angelegenheit sehr ernst und prüft derzeit das weitere Vorgehen“, antwortet Jörg von Bilavsky als Leiter „Bildung und Vermittlung“ der Gedenkstätte auf eine entsprechende Nachfrage und stellt fest: „Das Projekt distanziert sich ausdrücklich von menschenverachtenden und demokratiefeindlichen Äußerungen und vermittelt Herrn Kühlmann bis auf Weiteres nicht mehr an bundesdeutsche Schulen.“ ulf