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Früher wurde die „Faatsbeer“ gern für den „Beereflare“ genutzt – Der wird heute noch mit Vorliebe im Hunsrück gebacken

In ihrem Buch „Die Hunsrücker Küche – Rezepte und Bräuche meiner Heimat“ beschreibt Christiane Schabel-Becker auch, wie der „Beereflare“, ein Birnenmuskuchen, zubereitet wird. Das Rezept, das sie in ihrem Büchlein abgedruckt hat, stammt aus Holzbach, wo es wohl auch in den 1990er-Jahren noch gern gebacken wurde. Die kleinen, dicken Birnen, die die Hunsrücker für den Beereflare gesammelt haben, wurden zum Trocknen geviertelt und nach dem Brotbacken im Backes getrocknet. Hierfür wurde die Restwärme des Ofens genutzt. Anschließend bewahrte man die Birnenschnitze bis zum Backen in Leinensäckchen auf und hängte sie auf den Speicher, schreibt Becker. Heute wird der Beereflare immer noch gebacken, aber meist mit anderen Birnen. „Je aromatischer die Birne ist, desto köstlicher schmeckt später der Kuchen“, weiß die Autorin.

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