Archivierter Artikel vom 24.05.2021, 12:18 Uhr

Erstversorgung eines verletzten Igels

Igel sind nachtaktiv. Sind sie tagsüber unterwegs, ist fast immer eine eingeschränkte Gesundheit der Grund. Ein torkelnder Gang ist auch ein Indiz dafür, dass es dem Igel schlecht geht. Wer solch ein Tier findet, das manchmal auch stark hustet und röchelt oder das sichtbare Verletzungen oder Parasiten aufweist, der sollte aktiv werden.

Rollt sich das Tier nicht mehr ein und ist sein Bauch beim Anfühlen kälter als die Hand, braucht der Igel sofort Hilfe. Helfer sollten Handschuhe tragen und den Igel langsam mitsamt einem Handtuch in einen mindestens 50 Zentimeter hohen Karton setzen. Ausgekühlte Igel brauchen Wärme von unten. Eine Wärmflasche oder auch eine Plastikflasche, gefüllt mit lauwarmem Wasser, helfen sehr. Der kleine Patient sollte Wasser sowie Katzennassfutter oder ungewürztes Rührei in den Karton gestellt bekommen.

Nach der Erstversorgung kann der Helfer weitere Hilfe suchen. Wer im Internet „Igelpflegestelle“ eingibt, findet eine nach Postleitzahlen geordnete Liste.

Steffi Riemers Igelhilfe ist unter www.igelhilfe-schoeffen-grund.de sowie in Facebook zu erreichen. Direkte Anfragen beantwortet sie auch per Telefon 0170/805 41 74.