Archivierter Artikel vom 26.09.2020, 08:08 Uhr

Emichonen, Schinderhannes und Franzosensprengmeister prägten Geschichte

Die Ruine Naumburg thront mit der Bundesflagge majestätisch über Bärenbach und ist von dort aus sehr gut zu sehen. Erbauer dürften im 11. Jahrhundert die Nahegaugrafen (Emichonen) gewesen sein.

1065 wurde sie erstmals erwähnt, weil König Heinrich IV. dem Bischof Einhart von Speyer Besitztümer der Burg schenkte. 1323 sind die Raugrafen knapp bei Kasse, Konrad der II. verkauft die Burg an Erzbischof Balduin von Trier. Danach wird sie mehrfach verhökert oder verpfändet. 1417 stirbt der Stamm der Vorderen Grafschaft von Sponheim aus, die Burg geht an den Grafen Johann von Sponheim-Starkenburg. Wenige Monate bevor der legendäre Schinderhannes aufgrund seiner 211 Straftaten und Raubmorde in Mainz hingerichtet wird, sprengen französische Truppen 1803 die Naumburg und versteigern die Trümmer. Erst 1934 wird die Ruine freigelegt, von 1986 bis 1994 werden bei AB-Maßnahmen Sicherungs- und Freilegungsarbeiten durchgeführt. jan