Archivierter Artikel vom 06.05.2020, 16:55 Uhr

Eine komplexe Baustelle mit vielen Unwägbarkeiten

Viele Schichten, viele Beteiligte, viele kleine Baustellen in einem großen Projekt, insgesamt fast 900 Meter Straße – so könnte man die Baumaßnahme am Fürstenweg beschreiben. In einem Zug wird eine bestehende innerstädtische Kreuzung in einen Kreisel umgebaut und die benachbarte Straße auf ganzer Länge und von Grund auf saniert. Das ist Bauen im Bestand mit vielen Unwägbarkeiten, denn man kann trotz gründlicher Voruntersuchung nie genau sagen, wie es unter dem Asphalt oder Pflaster aussieht.

Im Kreuzungsbereich und in der Freiherr-vom-Stein-Straße lassen die Verbandsgemeindewerke den Kanal erneuern, der bis zu sechs Meter tief unter der Erde liegt, außerdem auch alle Anschlüsse in die benachbarten Straßen und in die Häuser. In weiten Teilen des Baufelds werden die Versorgungsleitungen für Wasser, Strom, Straßenbeleuchtung, Gas und Telekommunikation erneuert. Dazu kommen sämtliche Hausanschlüsse. Schließlich wird der Straßenkörper Schicht für Schicht neu aufgebaut und die Oberfläche neu gestaltet.

An dem Projekt sind alle Hauseigentümer (vor allem wegen der Hausanschlüsse) und Versorgungsträger beteiligt, darüber hinaus die Planer der verschiedenen Fachgebiete, die Baufirma mit zwei Kolonnen und die Projektleitung der Verbandsgemeindeverwaltung. Außerdem ist noch der Faktor Jahreszeiten zu berücksichtigen. Selbst bei milder Witterung ruhen Straßenbauprojekte in der Regel über Weihnachten und Neujahr zwei bis drei Wochen lang. Sollte es dann zum Jahresbeginn Frost geben, verzögert sich die Maßnahme um weitere Wochen. Kurzum: Es handelt sich insgesamt um ein langwieriges Projekt, das wegen der Komplexität etwa anderthalb Jahre in Anspruch nehmen wird.