Archivierter Artikel vom 26.04.2019, 17:04 Uhr
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Eine deprimierende Bilanz: Die Liste der Mängel ist lang

„Ich fahre eigentlich gern Bahn. Aber das wird einem wahrlich nicht leicht gemacht“, betont Anke Müller, die neben Verspätungen und Ausfällen noch eine ganze Reihe an Gründen dafür nennen kann: Schmutzige und zugige Bahnhöfe, oft kein Winterdienst, keine verlässlichen Ansagen oder Anzeigen, keine Echtzeit-Info über Internet oder App, marodes Schienennetz, veraltete Schranken, sanierungsbedürftige Brücken, kaputte Weichen, Signalstörungen, Stellwerkprobleme, defekte Automaten, überfordertes und zu wenig Personal, Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagenprobleme sowie verschmutzte Sitze und defekte Toiletten in den Zügen. Der Pendlerin ist klar, dass an all dem nicht nur Vlexx schuld ist.

Deshalb hat sie auch die Deutsche Bahn, den Zweckverband Schienenpersonennahverkehr und das Verkehrsministerium angeschrieben. „Wenn alle miteinander reden würden, sich abstimmen und gemeinsam nach Lösungen suchen, wäre schon mal viel gewonnen.“ In anderen Ländern, darunter „auch solche, auf die die Wirtschaftsmacht Deutschland gern mal herunterblickt“, klappe es doch schließlich auch. kuk