Archivierter Artikel vom 21.08.2020, 09:56 Uhr

Ein Signalfleck verdanken die Krebse ihren Namen

Signalkrebse gelten in Deutschland als invasive Art. Sie stammen aus Nordamerika und sind eine Flusskrebsart, die dem ursprünglich hier beheimateten Edelkrebs sehr ähnlich ist. Die weiblichen Tiere werden etwa 12 Zentimeter groß, männliche Exemplare bis zu 16 Zentimeter.

Der Name Signalkrebs rührt von einem türkis-weißen Fleck an der Unterseite der Krebsscheren her. Er befindet sich genau im Gelenk der Schere. Dieser Signalfleck kann jedoch auch fehlen oder nur sehr undeutlich ausgeprägt sein. Signalkrebse gelten als Allesfresser. Sie ernähren sich etwa von Insektenlarven, Algen und Wasserpflanzen oder abgestorbenem Laub. Der Signalkrebs wurde ab 1960 erst in Schweden und später in anderen europäischen Ländern ausgesetzt. So sollte die Krebsfischerei wiederbelebt werden, die wegen der von der Krebspest stark dezimierten Anzahl an Edelflusskrebsen in deutschen Gewässern stark abgenommen hatte. Mittlerweile ist der Signalkrebs in fast allen europäischen Staaten etabliert. dcc