Archivierter Artikel vom 06.02.2022, 13:37 Uhr

Ein Ausblick auf die Zukunft der Beutegreifer

Und wie sieht die Zukunft für sogenannte Beutegreifer aus? Walter Kemp wagt eine kurze Prognose.

Wolf: „Wird sich weiter ausbreiten, also auch nach MYK kommen. Ob er endgültig bleibt, hängt dann davon ab, ob er wirklich keine unzumutbaren Schäden verursacht.“

Dachs: „Nach einem ungewöhnlich hohen Besatz in den vergangenen Jahren ist die Population anscheinend etwas zurückgegangen. Der Besatz wird stabil bleiben.“

Fuchs: „Die Population ist in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen, infolge der Räude. Wenn der Besatz so ausgedünnt ist, dass die Fuchsräude nicht mehr übertragen wird, wird sich die Population schnell deutlich erholen.“

Baum- und Steinmarder: „Gesicherte Population, die unverändert bleiben wird oder – was den Steinmarder anbelangt – sich noch vergrößert.“

Iltis: „Nicht bedroht, allerdings wegen seines bevorzugten Lebensraums nicht gerade so häufig zu sehen wie der Steinmarder. An der Häufigkeit wird sich nichts ändern.“

Mink: „Invasive Art, keine Erkenntnisse zum Vorkommen im Raum MYK, dürfte sich weiter ausbreiten.“

Enok (Marderhund): „Im hiesigen Raum wahrscheinlich noch nicht etabliert, gelegentlich gefunden als Opfer des Straßenverkehrs.“ Zukunftsaussichten vermag Kemp mangels Erfahrung mit dem Enok nicht zu beurteilen. ef