Archivierter Artikel vom 30.08.2018, 14:54 Uhr

Dünne Argumentationskette

Mit viel Hängen und Würgen hat sich die Mehrheit des Abentheurer Rats – der einst übrigens auch gegen die Gründung des Nationalparks an sich war – dazu durchgerungen, ein für die gesamte Region bedeutsames Projekt nicht zu torpedieren. Das ist gut so! Denn gerade beim wichtigsten Hinderungsgrund, den die Gegner ins Feld führten, war ihre Argumentationskette doch reichlich dünn, fast möchte man sogar sagen: „abenteuerlich“. Es ist jedenfalls nur schwer nachvollziehbar, dass sie bei der Freigabe von Wegen für Radfahrer in Abentheuer Sicherheitsbedenken geltend gemacht haben, damit aber zugleich wissentlich die Konsequenz in Kauf nehmen wollten, dass zum Beispiel Familien mit Kindern notgedrungen auf eine Alternativstrecke über viel befahrene Hauptstraßen hätten ausweichen müssen. Die Verwirklichung dieses Szenarios wurde zum Glück noch einmal gerade so abgewendet.

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