Archivierter Artikel vom 16.01.2022, 17:21 Uhr

Die Geschichte des Verbindungsstollens

Der Stollen zwischen den beiden Ulmener Maaren wurde zunächst Römerstollen genannt, ist jedoch offenbar jünger als gedacht. Vor etwa 45 Jahren wurde der Stollen auf Seite des Weihers zugeschüttet, wahrscheinlich, um Kinder von Erkundungen des Bauwerks abzuhalten. Nur ein Wasserkanal mit einem Durchmesser von etwa 80 Zentimetern erinnert daran, dass der Stollen vor einigen Jahrzehnten auch von dieser Seite aus begehbar war.

Der Eingang am Ulmener Maar ist eingezäunt, der Zugang mit einer Betonwand gestützt. Der Stollen ist circa 130 Meter lang und aktuell zwischen 1,5 und vier Meter hoch. Dank der Verbindung kann die Höhe des Wasserspiegels des Ulmener Maars beeinflusst werden. Wissenschaftliche Untersuchungen weisen darauf hin, dass der Bau des Stollens in „eine der hochmittelalterlichen Ausbauphasen der Ulmener Burg datiert“ werden kann. Foto: ker