Archivierter Artikel vom 27.10.2018, 17:05 Uhr

Die Folgen der Zeitumstellung für den Straßenverkehr

Das Polizeipräsidium Koblenz, in dessen Gebiet auch der Kreis Neuwied liegt, hat bisher keine Untersuchungen durchgeführt, inwieweit die Zeitumstellung als Ursache für Unfälle gilt. Allerdings steigen die Unfallzahlen durch die Umstellung auch nicht zwangsläufig an, wie eine Überprüfung der Unfallzahlen bei der Umstellung im Herbst 2017 gezeigt hat.

Eine Woche vor der Umstellung gab es seinerzeit im Schnitt 136 Unfälle pro Tag. In der Woche danach waren es 112 Unfälle im Schnitt. Das waren sogar weniger als im kompletten Jahresschnitt, der bei 128 pro Tag im Jahr 2017 im Präsidiumsbereich lag.

Allerdings würde die Zeitumstellung zu einem mehr oder minder ausgeprägt gestörten Bio- und Schlafrhythmus führen. „Wer unausgeschlafen ist, hat ein höheres Unfallrisiko, dies gilt auch bei der Teilnahme am Straßenverkehr“, teilt Friedhelm Georg von der Pressestelle des Polizeipräsidiums mit. Außerdem steige die Gefahr von Wildunfällen, da der Berufsverkehr nun über mehrere Wochen in der Dämmerungszeit unterwegs sei.