Archivierter Artikel vom 22.03.2019, 11:03 Uhr

Die dritte Geldautomatensprengung im Kreis Ahrweiler seit 2006

Eine Geldautomatensprengung sieht nicht nur spektakulär aus, sie hinterlässt oft auch größere finanzielle Gebäudeschäden. Das gilt auch für die zwei zwei Geldautomatensprengungen, die es bisher im Kreis Ahrweiler gab. Am 18.

Dezember 2014 wurde ein Automat in der Raiffeisenbank Wershofen in die Luft gejagt. Der am Haus entstandene Schaden wurde auf mehr als 300.000 Euro geschätzt. Zwei Täter wurden gesichtet. Drei Männer sind am 27.1. 2006 bei dem Versuch, den Geldautomaten der Kreissparkasse in Sinzig-Westum zu sprengen, kläglich gescheitert. Die erhoffte Beute machten sie nicht, dafür glich auch hier die Bank nach der Explosion einem Trümmerhaufen. Sachschaden: mehr als 100.000 Euro. Einer der Bankräuber, ein 31-Jähriger, wurde bei der Sprengung damals schwer verletzt. Auf der Flucht legten ihn seine beiden Komplizen vor dem Bonner Johanniter-Krankenhaus ab. Für die Polizei war er kein Unbekannter. Noch am gleichen Tag konnten auch seine zwei Komplizen festgenommen werden. Aus Expertensicht war die Automatensprengung in der Bad Neuenahrer Commerzbankfiliale Anfang März übrigens untypisch. Aus drei Gründen: Die Uhrzeit: Zwischen 5 und 6 Uhr morgens sind bereits die ersten Berufstätigen unterwegs. Der Ort: In der Innenstadt gibt es zu dieser Zeit viele potenzielle Zeugen. Der Zeitpunkt: Am Aschermittwoch nach Karneval sind eher leere Automaten zu erwarten, da die vielen Feiernden oft auch viel Geld benötigen.