Archivierter Artikel vom 05.04.2019, 14:58 Uhr

Das schönste Kompliment

Auf einem Supermarktparkplatz wurde der Mundartdichter und -bewahrer von einer ihm unbekannten Frau angesprochen, die ihn im Fernsehen gesehen hatte: „Herr Peil, dank Ihne weiß eich endlich, dass eich Räächt hatt un die Lehrerin net.“ Und dann erzählte sie von der Grundschullehrerin ihrer Kinder, die sie mehrmals ermahnt hatte, zu Hause ausschließlich Hochdeutsch zu sprechen. Was die Mutter aber nicht tat. „Das war für mich das allerschönste Kompliment überhaupt“, so der Pädagoge, „und zwischenzeitlich ist ja auch längst erwiesen, dass sich jede Fremdsprache leichter lernen lässt, wenn man das Glück hatte, mit einem Dialekt aufwachsen zu dürfen“.