Archivierter Artikel vom 19.09.2018, 14:47 Uhr

Das ist Oxfam und so reagierte die Organisation auf den Sex-Skandal im Frühjahr

Entstanden ist das Oxford Committee for Famine Relief (Oxforder Komitee zur Linderung der Hungersnot) 1942 in Großbritannien. Ziel war, das Leid der Zivilbevölkerung im von Deutschland besetzten Griechenland zu lindern. Nach Kriegsende dehnte Oxfam sein Engagement auf Europa aus und setzte sich seit Ende der 1950er-Jahre in den ehemaligen Kolonien und anderen Ländern für die Bekämpfung der Armut ein. Die Idee der Oxfam-Shops kam 1985 nach Deutschland, wo in Bonn der erste Laden öffnete. Zehn Jahre später wurde die gemeinnützige Hilfsorganisation Oxfam Deutschland und unter ihrem Dach die gewerbliche Oxfam Deutschland Shops GmbH gegründet, die seither zur Finanzierung der Arbeit von Oxfam beiträgt. Seit 2003 ist Oxfam Deutschland Vollmitglied im internationalen Verbund Oxfam mit derzeit 20 Mitgliedern.

Als Medien im Februar über Sexpartys und sexuelle Belästigung durch Oxfam-Mitarbeiter im Tschad und in Tahiti berichteten, reagierte die Organisation: „Das Verhalten von sechs Oxfam-Mitarbeitern in Haiti 2011 ist völlig inakzeptabel, und weder mit den Werten, für die sich Oxfam einsetzt, noch mit den hohen Erwartungen an alle Oxfam-Mitarbeiter vereinbar“, heißt es in einer Pressemitteilung vom 9. Februar. Kurz darauf stellte die Organisation einen Aktionsplan vor und setzte eine unabhängige Untersuchungskommission ein, die sich „mit sexuellem Fehlverhalten, Verantwortung und kulturellem Wandel bei Oxfam“ beschäftigt. Im Oktober soll ein Zwischenbericht vorliegen, die Ergebnisse sind für Mai 2019 angekündigt.