„Blockchain“

Blockchain – So funktioniert die digitale Kettentechnik

das funktioniert so ähnlich wie ein Journal der Buchführung. Aber die Daten werden dabei nicht nur in einem „Journal“ gespeichert, also nicht nur in einem zentralen Computer, sondern als verteiltes Register geführt. Alle Beteiligten speichern dazu eine eigene Kopie und schreiben diese fort.

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Dabei werden die Einträge (Datensätze) fälschungssicher miteinander verbunden. Kurz gesagt, ist eine Blockchain eine verteilte Datenbank. Die bekannteste Anwendung dafür ist digitales Geld wie Bitcoin. Aber es lassen sich auch andere Vorgänge, etwa Lieferketten, damit aufzeichnen oder Geldflüsse und andere Arten von Transaktionen. Große internationale Finanz- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen experimentieren damit, manche Fachleute kritisieren den hohen Rechen- und damit Energieaufwand. Eine bedeutende Anwendung für Blockchain-Technik findet sich bei „Smart Contracts“, auf Deutsch „intelligente Verträge“.

Das sind Computercodes, mit denen rechtliche Vereinbarungen automatisch überwacht, ausgeführt und durchgesetzt werden können. Vertragsklauseln und Ergebnisse werden als Code in der Blockchain abgebildet. Durch die Automatisierung der Vertragsabwicklung sollen Transaktionskosten und Abhängigkeiten von der Leistung Dritter (Anwälte, Notare, Banken) reduziert werden. Erstellung und Überwachung solchen Computercodes bedürfen erheblicher technischer und juristischer Kenntnisse.

Archivierter Artikel vom 05.04.2020, 20:29 Uhr