Archivierter Artikel vom 16.02.2018, 13:40 Uhr

Barrierefreier Umbau auch am Unkeler Bahnhof ein Thema – Hausen: Daseinsvorsorge muss gewährleistet sein

In seiner Anfrage an Werner Gatzer, Vorstandsvorsitzender der DB Station & Service AG, hat Karl-Heinz Zimmermann, Vorsitzender des Zentralen Betriebsgruppenausschusses Eisenbahn in der SPD, auch nach dem barrierefreien Umbau des Unkeler Bahnhofs gefragt. Gatzer zufolge ist dieser aber kein Projekt der aktuellen Rahmenvereinbarung zur Modernisierung der Verkehrsstationen und Herstellung der Barrierefreiheit. Allerdings gab es 2017 einen Vor-Ort-Termin, bei dem der Unkeler Stadtbürgermeister Gerhard Hausen deutlich hervorgehoben hatte, dass eine Modernisierung und ein barrierefreier Ausbau dringend erwünscht seien – auch vor dem Hintergrund der Neugestaltung des Bahnhofsumfelds.

Der Zweckverband SPNV Nord, so schreibt Gatzer, habe zugesagt, diesbezüglich eine Machbarkeitsstudie zu erarbeiten. „Die Ergebnisse liegen zwischenzeitlich in einem Arbeitsentwurf vor. Neben der Erneuerung der bestehenden Anlagen soll hierbei die barrierefreie Erschließung über Aufzüge erreicht werden“, informiert Gatzer. Die Kosten liegen der Studie zufolge bei 4 Millionen Euro. In diesem Jahr sollen Projekte für die neue Rahmenvereinbarung ab dem Jahr 2020 mit Land und Aufgabenträger abgestimmt werden. Dazu wird ein Ranking nach einheitlichen Kriterien wie Kosten, Zahl der Reisenden, baulicher Zustand und Barrierefreiheit erstellt. Die Ergebnisse würden bis Mai vorliegen und dann mit dem Land und den Aufgabenträgern beraten werden, informiert Gatzer. „Wir können daher derzeit noch keine Einschätzung zur Projektpriorisierung für die neue Rahmenvereinbarung vornehmen“, schreibt er. Im Gespräch mit der RZ betont Hausen noch einmal, wie wichtig der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs für Unkel ist. „Es ist unannehmbar, dass Rollstuhlfahrer die Treppe nicht nutzen können“, sagt er und betont: „Wir legen einen sehr großen Wert auf den Ausbau, damit die Daseinsvorsorge gewährleistet ist. Schließlich haben wir hier zwei Altenheime.“ Hausen kündigt an, dass die Stadt Unkel deshalb auch noch einmal auf die Landesregierung zugehen werde. sm